Das System › Teil VI · Das Ganze als System
Die Wertflusskarte (VSS)
Der ganze Staat lässt sich als ein einziges Wertflusssystem zeichnen: ein einziger Graph, in dem unverdiente Renten dem Gemeingut zufließen, das Gemeingut den Boden und die Dividende finanziert und der korrigierte Markt den Rest abwickelt. Die Karte ist keine Zierde. Sie macht die Rückkopplungsschleifen sichtbar, sodass ein Stabilisator, der helfen soll, daraufhin geprüft werden kann, ob er im Stillen die Etablierten schützt, und ein Missverhältnis auf der Ebene des Ganzen gelesen werden kann, statt Symptom für Symptom geflickt zu werden. Das tiefe Versagen eines Systems ist Missverhältnis, nicht Knappheit, und nur eine Gesamtsystem-Sicht kann es erkennen.
Was das bedeutet
Zeichnet man den gesamten Staat als einen Graphen, wird die Maschine lesbar. Renten (aus Boden, Daten, Frequenzspektrum, Rechenleistung) fließen in den Gemeinschaftsfonds; der Fonds fließt aus als Bürgerdividende und als Fähigkeitsboden; der korrigierte Markt mit seiner Externalitäten-Überlagerung räumt alles Übrige; und der Anti-Wert-Vektor fließt in Abgaben, die in den Fonds zurücklaufen. Als Ganzes betrachtet treten verborgene Schleifen zutage: Man kann prüfen, ob ein Stabilisator, der eigentlich helfen soll, im Stillen etablierte Interessen schützt, oder ob sich eine Unverhältnismäßigkeit aufbaut, die kein einzelner Indikator zeigt. Das tiefe Versagen eines solchen Systems ist Unverhältnismäßigkeit, nicht Knappheit, und nur ein Gesamtsystembild kann es erfassen, bevor es bricht.
Warum die Axiakratie es braucht
Man kann kein System regieren, das man nicht als System sehen kann. Flickstück um Flickstück behebt eine Regierung Symptome und verfehlt die Rückkopplungsschleifen, die über Stabilität tatsächlich entscheiden. Dieser § besteht, um der Doktrin ein einziges, ehrliches Bild ihrer selbst zu geben, damit ihre Schleifen (die guten wie die verderblichen) als Schleifen gelesen, geprüft und korrigiert werden können und nicht als isolierte Probleme.
Im Vergleich zu anderen Ansätzen
Er stammt von Stafford Beers Viable System Model und von Cybersyn ab, dem rückkopplungsgesteuerten Staat, beachtet dabei aber das am Wissensproblem gescheiterte Cybersyn. Er ist in der Bestands-und-Fluss-Sprache der Systemdynamik gezeichnet (Meadows) und belebt die Reproduktionsschemata von Marx wieder neu, deren Lehre lautet, dass das tiefe Versagen eine Unverhältnismäßigkeit zwischen den Sektoren ist und kein Mangel an Geld (Marx), verwandt mit den Input-Output-Tabellen von Leontief. Die Fehler, die die Karte auffangen soll, sind §22.